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10 Fakten über die Kunst der Aborigines

Die Kunst der Aborigines zählt zu den ältesten lebendigen Kunsttraditionen der Welt. Sie spiegelt tiefe Verbundenheit mit dem Land, der Kultur und dem Wissen wider, die bis heute fortbesteht. Diese zehn Fakten verdeutlichen die Funktionsweise der Kunst der Aborigines, die Gründe für die Wiederholung von Geschichten und Stilen und wie die Kunst mit Ort, Verantwortung und Gemeinschaft verbunden bleibt.

1. Die Kunst der Aborigines ist eine der ältesten noch lebendigen Kunsttraditionen der Welt.

Die Aborigines schaffen in Australien seit mindestens 65.000 Jahren Kunst. Damit zählt die Kunst der Aborigines zu den ältesten ununterbrochenen Kunsttraditionen, die bis heute praktiziert werden.

2. Die Kunst der Aborigines ist mit dem Land verbunden.

Viele Kunstwerke stellen Landkarten dar und zeigen Wasserlöcher, Wege und wichtige Orte, anstatt Landschaften aus einer einzigen Perspektive zu zeigen.

3. Traumzeitgeschichten sind zentral für die Kunst der Aborigines.

Viele Kunstwerke der Aborigines sind mit den Traumzeiterzählungen verbunden. Diese Geschichten erklären die Entstehung des Landes, der Pflanzen, der Tiere und der Menschen und legen Regeln für das Leben und den Umgang mit dem Land fest.

4. Nicht jeder kann jede Geschichte malen.

Künstler wählen ihre Sujets nicht frei. Die Rechte, bestimmte Traumzeitgeschichten zu malen, werden innerhalb der Familie vererbt und unterliegen dem Kulturrecht.

5. Wiederholung ist in der Kunst der Aborigines wichtig.

Viele Künstler malen ihr Leben lang dasselbe Traumzeit-Motiv. Diese Wiederholung zeugt von Verantwortungsbewusstsein und Kontinuität, nicht von Kopieren oder mangelnder Kreativität.

6. Die Kunst der Aborigines variiert stark zwischen den Regionen.

Es gibt keinen einheitlichen Kunststil der Aborigines. Die Kunst aus Arnhem Land, der Zentralwüste, der Kimberley-Region, den Küstenregionen und Tasmanien spiegelt unterschiedliche Umgebungen, Geschichten und kulturelle Praktiken wider.

7. Die Kunst der Aborigines existierte lange vor der Leinwandmalerei.

Bevor die Aborigines auf Leinwand malten, schufen sie Kunstwerke auf Felswänden, auf dem Körper, im Sand und auf Zeremonialgegenständen. Leinwand und Acrylfarbe wurden erst im 20. Jahrhundert gebräuchlich.

8. Symbole in der Kunst der Aborigines sind Teil visueller Sprachen.

Viele Kunstwerke der Aborigines verwenden Symbole, um Menschen, Orte und Bewegungen darzustellen. Diese Symbole ergänzen Erzählungen, Lieder und Zeremonien, anstatt die Schriftsprache zu ersetzen.

9. Die Kunst der Aborigines hat kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung.

Die Kunst der Aborigines trägt zum kulturellen Fortbestand bei und sichert vielen Gemeinschaften ein Einkommen. Von der Gemeinschaft betriebene Kunstzentren der Aborigines spielen eine wichtige Rolle beim Schutz der Künstler und der Gewährleistung einer fairen Bezahlung.

10. Die Kunst der Aborigines ist eine lebendige Praxis

Die Kunst der Aborigines ist nicht in der Vergangenheit erstarrt. Künstler malen auch heute noch überlieferte Geschichten und passen sich dabei neuen Materialien, Zielgruppen und Kontexten an.


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