Einkaufswagen

Injalak Arts Aboriginal Art Centre

Injalak Arts, Gunbalanya, West Arnhem Land

Injalak Arts, Gunbalanya. Foto: Injalak Arts, Facebook

Injalak Arts – Gunbalanya, West-Arnhem-Land, Nordterritorium

Die Idee für Injalak Arts entstand 1986, als die Lehrerin Wendy Kennedy im Rahmen des Duke of Edinburgh’s Award-Programms in Gunbalanya eine Siebdruckgruppe gründete. Die Gruppe erweiterte ihr Angebot schnell auf bedruckte Stoffe, Taschen und Kleidung. 1988 erhielt sie 500.000 Dollar von der australischen Regierung für den Bau eines festen Zentrums, und Injalak Arts wurde am 12. April 1989 offiziell gegründet. Entscheidend in den Anfangsjahren war der erfahrene Maler Thompson Yulidjirri, der jüngere Künstler betreute und dazu beitrug, Injalak als Ort der kulturellen Wissensvermittlung zu etablieren. In Kunwinjku, der Sprache der meisten Künstler, bedeutet das Wort „Injalak“ Schutz.

Das Kunstzentrum befindet sich in Gunbalanya, einer Aborigine-Gemeinde mit rund 1.200 Einwohnern, etwa 300 Kilometer östlich von Darwin im Westen von Arnhem Land. Heute zählt es über 200 aktive Mitglieder, die den Sprachgruppen Kunwinjku, Mengerrdji, Erre und anderen Sprachgruppen des Arnhem Landes angehören. Die Künstler arbeiten mit natürlichen Ockerfarben auf Rinde und Papier und fertigen Webereien aus Pandanusfasern, Holzschnitzereien, Radierungen, Siebdrucke auf Textilien und Schmuck an. Die Arbeiten führen die Tradition der Felskunst im Westen von Arnhem Land fort, und viele Gemälde zeigen Tiere im Röntgenbildstil, wodurch innere Organe und Knochenstrukturen sichtbar werden. Die Rarrk-Technik (Kreuzschraffur), die mit einem Manyilk-Pinsel aus einem gehobelten Seggenstängel aufgetragen wird, ist ein charakteristisches Merkmal dieses Stils. Einen Kilometer vom Kunstzentrum entfernt, jenseits der Aue, liegt der Injalak Hill, eine der bedeutendsten Stätten für Felskunst weltweit. Seit der Eröffnung des Zentrums bieten Künstler aus Injalak Führungen auf dem Hügel an.

Injalak Arts auf einen Blick

  • Lage: Gunbalanya (Oenpelli), West Arnhem Land NT, ca. 300 km östlich von Darwin
  • Sprachgruppen: Kunwinjku, Mengerrdji, Erre und andere Gruppen aus dem Arnhem Land
  • Gegründet: 1989
  • Kunstformen: Rindenmalerei mit natürlichen Ockerfarben, Arbeiten auf Papier, Weberei aus Pandanusfasern, Holzschnitzerei, Siebdruck auf Textilien, Radierungen, Schmuck
  • Felsmalerei-Touren: Geführte Touren auf den Injalak-Hügel sind verfügbar; Buchungen über rockart@injalak.com
  • Anreise: Für die Einreise ins Arnhem Land ist eine Genehmigung erforderlich; diese ist vor dem Besuch beim Northern Land Council zu beantragen.

Weitere Zentren für indigene Kunst