Der in diesem Gemälde dargestellte Ort ist Puyurru, westlich von Yuendumu. In den normalerweise trockenen Bachbetten befinden sich „mulju“ (Versickerungen) oder natürlich vorkommende Brunnen. Die „kirda“ (Besitzer) für diesen Ort sind Nangala/Nampijinpa-Frauen und Jangala/Jampijinpa-Männer. Zwei Jangala-Männer, Regenmacher, sangen den Regen herbei und entfesselten einen gewaltigen Sturm. Der Sturm zog von Osten nach Westen über das Land und reiste zunächst mit einem „pamapardu Jukurrpa“ (Termiten-Traumzeit) von Warntungurru nach Warlura, einem Wasserloch 8 Meilen östlich von Yuendumu. In Warlura blies ein Gecko namens Yumariyumari den Sturm weiter nach Lapurrukurra und Wilpiri. Blitze schlugen bei Wirnpa (auch Mardinymardinypa genannt) und bei Kanaralji ein. An diesem Punkt umfasst der Traumzeitpfad auch das „kurdukurdu mangkurdu Jukurrpa“ (Kinder der Wolken-Traumzeit). Die Wasser-Traumzeit baute mit Babywolken Hügel bei Ngamangama und steckte auch lange, spitze Wolken in den Boden bei Jukajuka, wo sie noch heute als Felsformationen zu sehen sind.
Die Termiten-Traumzeit setzte sich schließlich westlich nach Nyirripi fort, einer Gemeinde etwa 160 km westlich von Yuendumu. Die Wasser-Traumzeit wanderte dann vom Süden über Mikanji, einen Wasserlauf mit Versickerungen nordwestlich von Yuendumu. Bei Mikanji wurde der Sturm von einem „kirrkarlanji“ (Braunfalke [Falco berigora]) aufgenommen und weiter nach Norden getragen. In Puyurru grub der Falke eine riesige „warnayarra“ (Regenbogenschlange) aus. Die Schlange trug Wasser mit sich, um einen weiteren großen See, Jillyiumpa, in der Nähe einer Außenstation in diesem Land zu schaffen. Die „kirda“ (Besitzer) dieser Geschichte sind Jangala-Männer und Nangala-Frauen. Nach einem Zwischenstopp in Puyurru reiste die Wasser-Traumzeit durch weitere Orte wie Yalyarilalku, Mikilyparnta, Katalpi, Lungkardajarra, Jirawarnpa, Kamira, Yurrunjuku und Jikaya, bevor sie in das Gurindji-Land im Norden zog.
In zeitgenössischen Warlpiri-Gemälden wird traditionelle Ikonographie verwendet, um das „Jukurrpa“ (Traumzeit) darzustellen. Kurze Striche werden oft verwendet, um „mangkurdu“ (Cumulus- und Stratocumuluswolken) darzustellen, und längere, fließende Linien stellen „ngawarra“ (Flutwasser) dar. Kleine Kreise werden verwendet, um „mulju“ (Versickerungen) und Flussbetten darzustellen.