Der Warlawurru Jukurrpa (Träumender Keilschwanzadler [Aquila audax]) gehört zu zwei Orten namens Wakurlpa und Yuwarli, beide nördlich von Yuendumu. In Yuwarli, dem hier gezeigten Ort, baute ein Warlawurru ein „Mina“ (Nest) in einem Baum und legte zwei „Ngipiri“ (Eier) hinein. Von diesem Ort aus flog der „Warlawurru“ umher und suchte nach Beute, die bis zur Größe von jungen Kängurus und Emus reichen konnte. Auf der Suche nach Nahrung reiste er auch nach Ngatirri in der Nähe von Purturlu. Die Wächter des Warlawurru Jukurrpa sind Japaljarri/Jungarrayi-Männer und Napaljarri/Nungarrayi-Frauen. Dieser Jukurrpa ist ein wichtiger Teil der Initiationszeremonien für junge Männer der Untergruppen Japaljarri und Jungarrayi. In zeitgenössischen Warlpiri-Gemälden wird traditionelle Ikonographie verwendet, um die Jukurrpa, bestimmte Orte und andere Elemente darzustellen. In Gemälden, die diesen Traum darstellen, werden „Warlawurru“-Nester typischerweise durch konzentrische Kreise dargestellt, und ihre „Ngipiri“ und „Wirliya“ (Spuren) werden oft als grafische Darstellungen dieser Elemente gezeigt.