Gracie Napangardi Butcher, geborene Florrie Napangardi Jones, kam 1967 in Yuendumu zur Welt, einer abgelegenen Gemeinde 290 km nordwestlich von Alice Springs im australischen Northern Territory. In jungen Jahren zog Florrie mit ihrer Familie nach Alice Springs. Dort besuchte sie das Yirara College und das Institute for Aboriginal Development (heute Aboriginal Corporation), wo sie Englisch lernte. Sie wollte mehr lernen und lesen und schreiben können. 1987 begann Florrie bei der Warlukurlangu Artists Aboriginal Corporation, einem von Aborigines geführten Kunstzentrum in Yuendumu, zu malen. Doch erst 2008, nach ihrer Rückkehr nach Yuendumu, um in der Nähe ihrer Familie zu sein, widmete sie sich der Malerei hauptberuflich. Ihre Schwester Mary Napangardi Butcher und ihre Tante Daisy Napanangka Nelson (1930–2001) sind beide bekannte Künstlerinnen, und oft arbeiteten sie gemeinsam an demselben Kunstwerk. Florrie malt ihre Pikilyi-Jukurrpa-Geschichten – Pikilyi ist ein heiliger Wasserloch, das niemals austrocknet. Diese Traumzeitgeschichten beschreiben das Land und Reisen durch es, seine Merkmale sowie die Pflanzen und Tiere, die es bewohnen. Diese Geschichten wurden ihr väterlicherseits überliefert und werden seit Jahrtausenden weitergegeben. Florrie malt leidenschaftlich gern, da es sie mit ihrer Kultur verbindet. Wenn sie nicht malt, kümmert sie sich um ihre Tochter und verbringt Zeit mit ihrer Familie.