Dieses Gemälde erzählt die Geschichte eines Vorfahren der Jangala-Kastanie (Acacia tenuissima), der von einem kleinen Hügel namens Ngurlupurranyangu nach Süden zum Yamunturrngu (Liebigberg) reiste. Unterwegs sammelte er die Samen der Watiya-Warnu-Kastanie und füllte sie in „Parrajas“ (Nahrungsbehälter), von denen er einen auf dem Kopf trug. Die Watiya-Warnu-Kastanie ist ein samenreicher Baum, der in offenen Spinifex- oder Mulga-Gebieten wächst. Nach der Samensammlung errichteten die Menschen in ihren Lagern große Windschutzwände und siebten die Samen am späten Nachmittag. Unreife Watiya-Warnu-Samen werden zu einer Paste vermahlen und können bei Magenbeschwerden eingesetzt werden. Die dazugehörige Watiya-Warnu-Zeremonie beinhaltet die Anfertigung eines großen Bodengemäldes. Dieses Jukurrpa gehört den Frauen der Nampijinpa/Nangala und den Männern der Jampijinpa/Jangala. In zeitgenössischen Warlpiri-Gemälden wird traditionelle Ikonografie verwendet, um die Jukurrpa, bestimmte Orte und andere Elemente darzustellen. In Gemälden dieser Traumzeit zeigen U-förmige Darstellungen oft Frauen, die die „Watiya-Warnu“-Samen sammeln. Ovale Formen repräsentieren die „Parrajas“, die die Samen tragen, und gerade Linien daneben stellen häufig Grabstöcke dar.