Janganpa Jukurrpa (Träumendes Bürstenschwanzopossum [Trichosurus vulpecula]) reist durch das ganze Warlpiri-Land. „Janganpa“ sind nachtaktive Tiere, die oft in den Höhlen von Eukalyptusbäumen („Wapunungka“) nisten. Diese Geschichte stammt von einem großen Hügel namens Mawurrji, westlich von Yuendumu und nördlich von Pikilyi (Vaughan Springs). Dort lebte eine Gruppe von „Janganpa“-Vorfahren. Jede Nacht gingen sie auf Nahrungssuche. Ihre Jagdausflüge führten sie nach Wirlki und Wanapirdi, wo sie „Pamapardu“ (fliegende Ameisen) fanden. Auf der Suche nach Wasser reisten sie weiter nach Ngarlkirdipini. Eine Nampijinpa-Frau lebte mit ihren beiden Töchtern in Mawurrji. Sie gab ihre Töchter einem „Janganpa“ aus Jupurrurla zur Frau, beschloss jedoch später, mit ihnen wegzulaufen. Der Jupurrurla verfolgte die Frau wütend. Er verfolgte sie bis nach Mawurrji, wo er sie mit einer Steinaxt tötete. Ihre Körper sind an diesem Ort heute Felsen. Die Warlpiri führen eine Initiationszeremonie für junge Männer durch, an der auch der Janganpa Jukurrpa beteiligt ist. Der Janganpa Jukurrpa gehört den Männern der Jakamarra/Jupurrurla und den Frauen der Nakamarra/Napurrurla. In Warlpiri-Gemälden wird traditionelle Ikonographie verwendet, um diesen Jukurrpa darzustellen. „Janganpa“-Spuren werden oft als „E“-förmige Figuren dargestellt und konzentrische Kreise werden verwendet, um die Bäume darzustellen, in denen die „Janganpa“ leben, sowie auch die Stätten in Mawurrji.
Steven Nelson hat bei der Darstellung des Jukurrpa seinen eigenen, charakteristischen Stil entwickelt. Er verwendet keine traditionelle Ikonographie. Seine abstrakte Darstellung seiner Träume ist eine Erkundung der Beziehung von Farbe und Form, um die Landschaft und die mit seinem Jukurrpa verbundene Geschichte darzustellen.