Eine Kunstbewegung, die eindrucksvoll, politisch und nachhaltig ist: Das haben zeitgenössische Künstler in Maningrida und den umliegenden Heimatländern aufgebaut, angetrieben von ihrer Ahnenverbindung zum Land und Djang.
Lernmethoden und Kunstschulen im Arnhem Land basieren auf einem System der Weitergabe von Wissen und Informationen. Die Kunst hier hat ihren Ursprung in Körpergestaltung, Felskunst und kulturellen Praktiken, in Verbindung mit über 50 Jahren Zusammenarbeit, Reisen und politischem Handeln, um den Besitz des Landes zu erhalten. Werte und Gesetze werden durch Sprache, Bilder, Manikay (Gesang), Bunggul (Tanz), Doloppo Bim (Rindenmalerei), Skulpturen und Kun-Madj (Weberei) – die Künste – ausgedrückt.
Die Transformation des Djang durch die Künstler in zeitgenössischen künstlerischen Ausdruck hat Menschen auf der ganzen Welt fasziniert: Kunstkuratoren und Sammler sowie Stars wie Yoko Ono, Jane Campion, David Attenborough und Elton John. Pablo Picasso sagte über Yirawalas Gemälde: „Das ist es, was ich mein ganzes Leben lang versucht habe zu erreichen.“
Yirawala (ca. 1897–1976) war ein legendärer Kuninjku-Führer, Künstler, Landrechtsaktivist und Lehrer, und sein Kunstwerk war das erste eines indigenen Künstlers, das von der National Gallery of Australia als Teil einer Politik gesammelt wurde, die die bedeutendsten Persönlichkeiten der australischen Kunst umfassend repräsentieren sollte.
Maningrida Arts & Culture hat ihren Sitz im Kunibídji-Land in Arnhem Land im Northern Territory Australiens. Das Gebiet, in dem die Künstler leben, umfasst 7.000 Quadratkilometer Land und Meer sowie über 100 Clan-Gebiete, in denen die Menschen mehr als 12 verschiedene Sprachen sprechen. Die Aborigines in dieser Region leben immer noch auf ihrem Land, überleben und sind widerstandsfähig, weil ihr Land das Zentrum ihrer Erkenntnistheorie, ihres Glaubenssystems, ihrer Kultur – Djang – ist.
Werke von Künstlern aus der größeren Maningrida-Region sind in Sammlungen und Institutionen auf der ganzen Welt zu sehen. Wir arbeiten das ganze Jahr über mit Museen, zeitgenössischen Galerien und High-End-Einzelhändlern im In- und Ausland an Projekten zusammen.
Text mit freundlicher Genehmigung von: Maningrida Arts and Culture